190 Balkone auf einer Brücke

Bauwerksabdichtung im Wilhelmshavener Schmuddelwetter – Schomburg dichtet auch schwierige Projekte ab

Bildquelle: Schomburg

Das Bauprojekt Wiesbadenbrücke in Wilhelmshaven.

In Wilhelmshaven kann man Seltsames finden. Ein Beispiel? Eine Brücke ohne Pfeiler, benannt nach der hessischen Landeshauptstadt ist nicht ganz alltäglich. Und doch steht die Wiesbadenbrücke auf jedem Stadtplan des niedersächsischen Küstenorts, und das sogar mitten im Hafenbecken. Die Lösung ist einfach: Es handelt sich bei der ominösen Brücke um eine Landzunge im Hafen, benannt nach dem kaiserlichen Kriegsschiff „Wiesbaden“. Solche langgestreckten Hafenzungen nannte man auch „Brücken“. Der Detmolder Hersteller für Systembaustoffe Schomburg half mit, dort für die Wohnungsbaugenossenschaft Spar + Bau ein Vorzeigeprojekt zu realisieren. Denn für die wasserdicht geprüfte Anbindung bodentiefer Fenster- und Türenelemente kommen nur wenige Spezialisten in Frage.

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Sichere Abdichtung mit Aquafin-RB400

300 Wohnungen sollen auf der ehemaligen „Kohlenzunge“ im Hafenbecken entstehen. Wo früher Kriegsschiffe mit dem nötigen Brennstoff versorgt wurden, sollen in Zukunft Menschen leben. Der Blick auf den Jadebusen ist spektakulär – ebenso spektakulär sind allerdings auch die Wetterverhältnisse, die in Zukunft an der Bausubstanz zehren. Durchschnittlich 199 Regentage pro Jahr erlebt die Küstenstadt. Schomburg hat 2,9 Tonnen von der schnellen mineralischen Bauwerksabdichtung Aquafin-RB400 geliefert, um 190 Balkone abzudichten.

Die Reaktive Bauwerksabdichtung Aquafin-RB400 sorgt in Zukunft dafür, dass im Übergang zwischen den bodentiefen Fensterelementen und dem Baukörper alles dicht bleibt. Der Planer kann sicher sein, dass das klappt. Denn Aquafin-RB400 ist die einzige mineralische Bauwerksabdichtung, deren Wasserdichtheit zur „Abdichtung von bodentiefen Tür- und Fensterelementen“ durch eine offizielle Prüfung der Materialprüfanstalt für das Bauwesen in Braunschweig nachgewiesen wurde.

Aquafin-RB400 lässt sich schnell verarbeiten, da es aufgrund seiner chemischen Struktur schnell selbstvernetzend abbindet. Schon nach drei Stunden ist es regenfest, begeh- und bearbeitbar, es haftet auch auf feuchtem Untergrund. Die Trocknung hängt dabei nicht vom Wetter ab, auch im feuchten Klima lässt sich die Bauwerksabdichtung wie geplant verarbeiten. Man kann sie problemlos überstreichen und überputzen, an sichtbaren Stellen wie Balkonen nicht unwichtig.

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Die Balkone mit bodentiefen Elementen.

Bei dem Wind und Wetter der norddeutschen Küste gibt es noch einen weiteren Pluspunkt: Der Bauherr kann sich darauf verlassen, dass Aquafin-RB400 frost- und UV-beständig ist – auch noch nach Jahren dichtet es zuverlässig ab. In Wilhelmshaven hat der Bauherr davon profitiert, dass die Abdichtung mit Aquafin-RB400 bereits in einem Frühstadium geplant wurde. Vor dem Verklinkern wurde die Spritzwasser- beziehungsweise Sockelabdichtung mit Aquafin-RB400 im Bereich der Fassade fertig gestellt. Nach Finalisierung des Rohbaus wurden dann schrittweise die bodentiefen Fensterelemente eingebaut. Im weiteren Verlauf des Baufortschritts wurde sukzessiv die Abdichtung der Fensterelemente hergestellt und an die Spritzwasser- beziehungsweise Sockelabdichtung angeschlossen.

Alles war aufeinander abgestimmt und von Anfang an geplant. Von den Systemlösungen profitiert besonders der Planer bei großen Bauvorhaben. Das soll jedoch nicht heißen, dass die schnelle mineralische Bauwerksabdichtung Aquafin-RB400 auf den Neubau beschränkt bleibt. Auch im Bestand lässt sich damit abdichten und oft ein Fehler der Vergangenheit revidieren.

Ebenfalls beim Bauprojekt Wiesbadenbrücke mit an Bord: Schomburgs Aquafin-1K, die starre Dichtungsschlämme. Von ihr werden insgesamt nach Abschluss des Bauvorhabens am Jadebusen 8,4 Tonnen verbaut worden sein. Die Vordichtung sorgt sozusagen für das letzte Quäntchen Sicherheit im Bau. Aquafin-1K hält einem negativen Wasserdruck bis 1,5 Bar stand und ist sowohl spachtel- als auch spritzfähig. Damit lässt es sich auch maschinell verarbeiten, sehr praktisch für große Vorhaben wie das Bauprojekt auf der Wiesbadenbrücke.

In Kombination wurde fast ein Kilometer laufende Dichtbandtechnik verbaut, um die Balkone bei norddeutschem Schietwetter dicht zu kriegen. Der erste von insgesamt drei Bauabschnitten ist inzwischen fertiggestellt, abgeschlossen ist das Projekt dann voraussichtlich im Frühjahr 2022.

Drei Fragen an Lars Albrecht, technischer Vertrieb bei Schomburg:

Bildquelle: Schomburg

Lars Albrecht, geboren 1991 in Buxtehude, ist für den technischen Vertrieb des Detmolder Systembaustoffherstellers Schomburg in der Region Niedersachsen / Bremen zuständig. Der staatlich geprüfte Bautechniker ist gelernter Trockenbaumonteur und war vor seinem Einstieg bei Schomburg als Bauleiter tätig.

Herr Albrecht, warum war die Wiesbadenbrücke eine besondere Herausforderung für das Material und vor allem den Baustoff?

Allein 2.500 Quadratmeter Betonfläche zum Abdichten – das muss man erst einmal stemmen. Wir haben uns als Anbieter von Systemlösungen bereits frühzeitig mit eingeschaltet und bei der Planung beraten, um eine erstklassige wie wirtschaftliche Lösung für den Kunden zu erarbeiten. Es ist eben doch etwas anderes, in einer Küstenstadt zu bauen als auf dem platten Land.

Schomburg war also von Beginn an mit dabei?

Fast. Ganz am Anfang wurden Musterbalkone geflutet, um die Qualität der Bauwerksabdichtung unter realen Bedingungen zu testen. Bei 190 Balkonen sollte man das auch tun. Das Produkt eines Wettbewerbers hat versagt, und schon war Schomburg als Problemlöser mit an Bord.

Spielten neben der Haltbarkeit noch andere Aspekte eine Rolle?

Ja, besonders die Nachhaltigkeit wird ein immer wichtigeres Kaufargument. Unsere mineralische Dichtschlämme Aquafin-1K etwa wird in einem Kunststoffsack geliefert, der nicht nur staubfrei restlos entleerbar ist, sondern auch problemlos mal im Regen auf der Baustelle stehen kann. Und: die leeren Säcke werden von Interseroh wieder abgeholt und so zuverlässig dem Verwertungskreislauf zugeführt.


 
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13.01.2021
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Aquafinstraße 2-8
32760 Detmold

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