Kernthema CO2-Minderung

Olaf Scholz besucht CEMEX-Zementwerk Rüdersdorf

Rüdiger Kuhn, Vorstandsvorsitzender der CEMEX Deutschland AG, nahm die SPD-Delegation in Empfang. Er zeigte sich hoch erfreut, den Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz im Zementwerk Rüdersdorf begrüßen zu können. Betreiberin des Werks ist die CEMEX Zement GmbH, eine Tochter der CEMEX Deutschland AG. Stefan Schmorleiz, Werkleiter und Geschäftsführer der CEMEX Zement GmbH, stellte den Besuchern das Werk, den Herstellungsprozess von Zement und wichtige Hebel auf dem Weg zur Klimaneutralität vor. Das Ziel von CEMEX ist es, im Zementwerk Rüdersdorf bis zum Jahr 2030 Klimaneutralität zu erreichen.

Das Thema CO2-Minderung interessierte den SPD-Kanzlerkandidaten besonders. Olaf Scholz betonte, mit Klimaneutralität bis 2045 habe sich Deutschland ein anspruchsvolles Ziel gesteckt. In der Stahl-, Chemie- und Zementindustrie seien dafür massive Veränderungen nötig, dort ließe sich aber auch viel bewegen: „Nirgendwo sind die Ergebnisse so groß und umfassend wie in dem Bereich.“

Für Erfolge bei der Dekarbonisierung finden sich im Zementwerk Rüdersdorf viele konkrete Beispiele. Unter anderem durch den verstärkten Einsatz von Sekundärbrenn- und Sekundärrohstoffen und die Entwicklung klinkereffizienter Zemente konnte die CEMEX Deutschland AG den CO2-Fußabdruck ihrer Zementproduktion im Vergleich zu 1990 bereits um 39 % reduzieren.

Darüber hinaus dient der Standort dem weltweit aktiven Baustoffunternehmen CEMEX als Pilotwerk für neue Technologien, die an vielen Stellschrauben im Produktionsprozess ansetzen. CO2-Innovationsmanager Philipp Roder erläuterte den Besuchern die Vorhaben des Unternehmens im Rahmen der „Carbon Neutral Alliance“: Gemeinsam mit führenden Partnern aus Forschung in Industrie testet CEMEX in Rüdersdorf neue Verfahren, darunter Wärmerückgewinnung, CO2-Abscheidung und -Umwandlung in Baustoffe, synthetische Kraftstoffe und grüne Kohlenwasserstoffe sowie Wasserstofferzeugung mit erneuerbaren Energien. Ein wesentlicher Teil der Rüdersdorfer Carbon Neutral Alliance ist das internationale Konsortium „Concrete Chemicals“. Zusammen mit dem erneuerbare Energien-Unternehmen ENERTRAG und dem Elektrolyse-Unternehmen Sunfire hat CEMEX kürzlich ein Leuchtturmprojekt mit grünem Wasserstoff gestartet, um zur Dekarbonisierung der Zementindustrie beizutragen.

„CEMEX bietet schon heute nachhaltige und CO2-reduzierte Produkte, und wir arbeiten mit Hochdruck an der Entwicklung zusätzlicher innovativer Lösungen“, betonte Alexandra Decker, Manager Public Affairs der CEMEX Deutschland AG, gegenüber der Besuchergruppe um den SPD-Kanzlerkandidaten. „Wir wollen die Prozesse der Zementherstellung dekarbonisieren und wir werden sie dekarbonisieren. Dafür sind wir auch auf erneuerbare Energien angewiesen.“

Bildquelle: CEMEX

Olaf Scholz zeigte sich beeindruckt. Er unterstrich, wie wichtig die Industrie sei und dass ihr Erfolg bei der CO2-Minderung vom Ausbau erneuerbarer Energien abhänge. Klimapolitik sei immer auch Industriepolitik, hier ließen sich große Mengen an CO2 einsparen. „Das Ziel ist es, Industrie möglich zu machen, ohne das Klima zu schädigen.“ Nach der Bundestagswahl will Olaf Scholz kurzfristig Maßnahmen einleiten, um der Industrie in den kommenden Jahrzehnten deutlich mehr Strom zur Verfügung zu stellen. „Wir brauchen Strom in Dimensionen, wie wir uns das nicht vorgestellt haben. Darum müssen wir im nächsten Jahr dieses Stromausbauziel für 2045 unbedingt ins Gesetz schreiben“, so Scholz in seinem abschließenden Pressestatement

CEMEX ist entschlossen, weltweit beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle in der Baustoffbranche einzunehmen und hat sich kürzlich neue ehrgeizigere Klimaschutzziele gesetzt: Das Unternehmen will bis 2030 weniger als 475 kg CO2 pro Tonne zementhaltiger Produkte verursachen, was einer Reduzierung der CO2-Emissionen um etwa 40 % entspricht. Dieses neue Ziel steht im Einklang mit dem „Well below 2 °C“-Szenario der Science Based Targets Initiative. Das bisherige CO2-Ziel für 2030 von 520 kg CO2 pro Tonne zementhaltiger Produkte – eine Reduzierung der globalen Emissionen um 35 % – zieht das Unternehmen um fünf Jahre auf 2025 vor. Bis 2050 will CEMEX weltweit klimaneutralen Beton liefern.

Diese neuen Klimaschutzziele von CEMEX sind Kern der Initiative „Future in Action“, mit der das Unternehmen seinen CO2-Fußabdruck reduzieren will. Zu den Hebeln gehören der Einsatz von Sekundärbrennstoffen mit hohem Biomasseanteil, Wasserstoffeinspritzung, Niedertemperatur- und CO2-reduzierter Klinker, dekarbonisierte Rohstoffe, die Optimierung des Wärmebedarfs der Öfen und die Senkung des Klinkerfaktors durch einen höheren Marktanteil von Mischzementen. Im Rahmen von „Future in Action“ wird CEMEX geschätzt ca. 60 Millionen US-Dollar pro Jahr investieren.

Hinweis: Alle Prozentangaben in Bezug auf CO2-Emissionen stehen im Vergleich zum Referenzjahr 1990. Die Angaben zur CO2-Reduzierung zementhaltiger Produkte entsprechen den Richtlinien zur Reduktion von CO2-Emissionen der Cement Sustainability Initiative (CSI).


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